Maische kann aus einer Vielzahl von Rohstoffen gegoren werden. Für Homebrewing (das Brauen/Brennen von Alkohol in den eigenen vier Wänden) nimmt man normalerweise Streuzucker oder Brauzucker. Streuzucker löst sich gut in warmem Wasser auf und gärt leicht zu Alkohol. Damit Zucker in Alkohol umgewandelt werden kann, muss er vollständig in Wasser aufgelöst werden, sodass eine Zuckerlösung entsteht. Es dürfen sich daher keine Zuckerklumpen am Boden des Mischbehälters ablagern. Bedenken Sie, dass Zucker auch Platz benötigt. Für einen 25-Liter-Ansatz sollten Sie daher zuerst den Zucker einfüllen und anschließend solange Wasser zugeben, bis die 25-Liter-Markierung erreicht ist.

Backhefe wird zur Mischung gegeben, um sie mit Kohlenstoffdioxid anzureichern. Daraufhin “gärt” oder quillt die Masse. Wenn Sie Backhefe in ihre Maische geben, sorgt diese für Verunreinigungen. Zudem verträgt Sie keinen Alkoholgehalt über 11-12%. Wie setzen daher auf Turbohefe (Prestige Turbo 48 ist die beliebteste), die einen höheren Reinheitsgrad bei der Gärung gewährleistet und einen deutlich höheren Alkoholgehalt ermöglicht. Darüber hinaus ist sie sowohl mit Mikro- als auch mit Makronährstofen angereichert.

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Turbohefe aus Australien

Die Turbohefe, die in Australien angeboten wird, ist nicht so gut wie die aus Europa oder den USA. Die abweichenden Gesetze bezüglich der Zugabe von stickstoffbasierten Nährstoffen zwingen die Hersteller in Australien dazu, andere, weniger effektive Sticktoff-Nährstoffe beizugeben.. Dadurch werden die Päckchen schwerer (200-300 Gramm) und die Temperaturtoleranz des Produkts sinkt um 2-3 °C. Zudem werden Ansätze mit dieser Hefe nicht über einen Alkoholgehalt von 18% Vol. vergoren. Das Temperaturproblem lässt sich umgehen, indem Sie für die Gärung einen klimatisierten Raum mit einer Höchsttemperatur von 25 °C wählen bzw. einrichten. Ein Lüfter, der den Gärbehälter kühlt, kann ebenfalls Abhilfe schaffen.

Unser Rat an Hobbybrenner in Australien lautet, Turbohefe von allfreightfree.com zu beziehen. Dieser Online-Shop führt Turbos von Gert Strand aus Schweden und es gibt auf der Welt keine bessere Turbohefe als diese. Das wissen wir, weil wir selbst Black Bull Turbo produzieren (die sie natürlich auch benutzen können; Black Bull schlägt sämtliche Turbos aus Australien um Längen) und wahrscheinlich schon so ziemlich alle Turbos getestet haben, um die weltbeste Turbohefe herzustellen. Das ist uns zwar nicht gelungen, aber unser Black Bull Turbo ist die zweitbeste Turbohefe der Welt und die Hefe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Und das können wir beweisen: Gert Strand kauft unseren Black Bull Turbo und verkauft ihn an seine Abnehmer weiter, wenn er eine hochwertige Hefe zu einem günstigen Preis braucht.

Natürlich gibt es Gründe für die strengen Regulierungen in Australien. Sie sollen verhindern, dass der Markt von minderwertigen Turbos überschwemmt wird, die Gäransätze mit Ethylcarbamat (Urethan) verseuchen. Sowohl unser Black Bull Turbo als auch sämtliche (Prestige) Turbos von Gert Strand unterschreiten die gesetzlichen Höchstwerte für Ethylcarbamat sowie die Werte, die australische Turbos erreichen, deutlich.

Dieses Gesetz trifft Hobbybrenner in Australien also gleich doppelt. Zum einen erhalten Sie minderwertige Turbos, zum anderen erhöhen sich durch das höhere Gewicht der Päckchen auch die Versandkosten.

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Sie sollten eine Turbohefe wählen, mit der Sie einen Branntwein mit dem gewünschten Alkoholgehalt herstellen können. Beispielsweise kommen Sie mit 17 Gramm Zucker in einem Liter Maische gerade einmal auf 1% Alkohol. Wenn Sie 25 Liter Maische mit 18% Vol. herstellen möchten, sieht die Berechnung wie folgt aus:

25 Liter x 17 Gramm x 18% (25 x 17 x 18) = 7650 Gramm.

Diese Rechnung müssen Sie nicht selbst aufstellen, da Sie auf der Verpackung der Turbohefe aufgedruckt ist. Mit 6 kg Zucker auf 25 Liter erhalten Sie einen Alkoholgehalt von 14,5% und bei 8 kg Zucker sind es 18% oder mehr.

Von allen Gärbehältern, die Sie benutzen können, ist der Gäreimer der praktischte, da er leicht zu reinigen ist und sogar im Geschirrspüler gereinigt werden kann, wenn man den Läuteraufsatz entfernt. Zudem lässt sich der Eimer leicht befüllen und eignet sich gut zum Lösen von Zucker. Wenn Sie eine Rührstange oder einen Farbmischer haben, den Sie in das Futter einer Bohrmaschine spannen können (oder einen Stabmixer), ist es ausgesprochen einfach, Zucker in warmem Wasser aufzulösen.

Die Temperatur der Zuckerlösung ist entscheidend dafür, wie schnell die Gärung einsetzt. Die Temperatur der Flüssigkeit sollte 25-33 °C betragen, wenn Sie die Hefe hinzufügen. Viele Hersteller von Turbohefe empfehlen niedrigere Temperaturen, um den Gärungsprozess langsamer starten zu lassen und die Gefahr einer Überhitzung durch unkontrollierte, zu schnelle Gärung zu vermeiden.

Ein Tipp: Lassen Sie die Hefe stets länger gären, als der Hersteller angibt – mindestens 2-5 Tage länger. So erhalten sie einen etwas höheren Alkoholgehalt und die Maische wird klarer. Das bezieht sich auf alle Marken und Hersteller.

Gärung der Maische in einem Gäreimer

Füllen Sie für jedes Kilo Zucker, das sie auflösen wollen, einen Liter kochendes Wasser in den Gäreimer (oder doppelt so viel Wasser wie Zucker). Geben Sie den Streuzucker in das Wasser und rühren Sie das das Gemisch mit Ihrem Rührer (Farbmischer, elektrischer Quirl, großer Löffel o.ä.). Lassen Sie das Ganze für eine kurze Weile ruhen und rühren Sie dann erneut, bis Sie eine klare Zuckerlösung erhalten. Fügen Sie gegebenenfalls Wasser hinzu, um das Volumen des Ansatzes festzulegen. Die Maische darf nicht wärmer als 38 °C sein. Prüfen Sie die Temperatur mit dem Finger oder einem Thermometer.

Fügen Sie ein Päckchen Prestige Turbohefe hinzu und rühren Sie erneut, bis die Hefe gut verteilt wurde.

Verschließen Sie den Kübel mit dem Deckel und stecken bzw. stellen Sie den mit Wasser gefüllten Gärverschluss bzw. das Gärröhrchen darauf. An den ersten paar Tagen kann die Gärung so schnell vonstatten gehen, dass das Wasser aus dem Gärverschluss/Gärröhrchen schießt, aber das ist kein Problem.

Wenn die Gärung abgeschlossen ist, füllen Sie mit einem Weinheber 4 Liter klare Maische in die EasyStill und destillieren Sie sie.

Gärung der Maische (8 Liter) in einem 10-Liter-Kunststoffbehälter

Prüfen Sie, ob der Kunststoffbehälter eine Literskala hat. Falls nicht, füllen Sie mit einem Messbecher oder ähnlichem 8 Liter Wasser ein und markieren Sie den Füllstand.

Füllen Sie 5 Liter heißes Wasser außer dem Warmwasserhahn in den 10-Liter-Behälter.

Geben Sie 2,5 kg Streuzucker hinzu und schrauben Sie den Deckel zu.

Schütteln Sie den Behälter und lassen Sie ihn eine Weile ruhen. Schütteln Sie den Behälter nun erneut, bis Sie eine klare Zuckerlösung erhalten.

Geben Sie nun Wasser hinzu, bis Sie die 8-Liter-Markeirung erreicht haben. Die Maische darf nicht wärmer als 38 °C sein. Prüfen Sie die Temperatur mit dem Finger oder einem Thermometer. Fügen Sie den Inhalt eines Päckchens Prestige Mini Turbo hinzu und schütteln Sie die Maische, bis die Hefe gut verteilt wurde.

Sofern noch nicht vorhanden, bohren Sie ein Loch in den Deckel, in das der Gärverschluss bzw. das Gärröhrchen genau passt. Schrauben Sie nun den Deckel auf den Behälter, stecken Sie den Gärverschluss bzw. das Gärröhrchen in das Loch und stellen Sie das ganze beiseite, um es gären zu lassen. An den ersten Tagen kann die Gärung so schnell vonstatten gehen, dass das Wasser aus dem Gärverschluss/Gärröhrchen schießt. Machen Sie sich deswegen keine Sorgen.

Wenn die Gärung abgeschlossen ist, befüllen Sie die EasyStill mittels eines Weinhebers mit 4 Liter Maische und destillieren Sie diese.

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